The Beaches of Fort Myers & Sanibel

5.7.2016

Hauptdarsteller Natur: Nachhaltige Erlebnisse rund um Fort Myers


-  In der Inselregion in Südwestflorida werden Natur- und Tierschutz groß geschrieben -

 

Fort Myers/Frankfurt, 5. Juli 2016. Als der Popart-Künstler Bob Rauschenberg in den späten 1960er Jahren erstmals in das tropische Inselparadies The Beaches of Fort Myers and Sanibel kam, wollte er genau wie in New York City Müll sammeln und Kunst daraus machen. Allerdings fand er alles andere als Unrat vor: Weitläufige Bilderbuchstrände mit weißem Sand, haushohe Palmen, Mangrovenwälder, Delfine, Vögel und Manatis – kurz, unberührte Natur und Tiere in Hülle und Fülle. Noch heute ist die Region im Südwesten Floridas ein ursprüngliches Inselparadies, hier stehen entspannte, nachhaltige Outdoor-Erlebnisse im Vordergrund und auf den Inseln wie Sanibel und Captiva, das Rauschenberg später zu seiner Heimat machte, dürfen die Häuser nicht höher sein als die höchste Palme.

 

Unberührte und geschützte Natur erkunden

Eines des wichtigsten und beliebtesten Naturschutzgebiete Floridas und der USA ist das J. N. „Ding“ Darling National Wildlife Refuge auf Sanibel Island. Mit insgesamt rund 2500 Hektar ist es das größte naturbelassene Mangroven-Ökosystem in den Vereinigten Staaten und beeindruckt durch seine spektakuläre Zugvogelpopulation. Hier können Naturlieber hautnah dabei sein, wenn sich Waschbären vor dem Frühstück waschen, Alligatoren die warme Sonne Floridas genießen oder langbeinige Stelzvögel ihre Beute belauern. Der circa sieben Kilometer lange „Wildlife Drive“ ermöglicht den Zugang zu Wanderrouten und Wasserwegen oder auch zur Besteigung des Vogelaussichtsturms, zum Angeln oder zu bestimmten Aussichtspunkten, einen Blick auf die dichten Mangrovenwälder zu werfen. Der „Wildlife Drive“ kann im Auto, auf dem Fahrrad, zu Fuß oder im Rahmen einer geführten Tour von Samstag bis Donnerstag betreten werden (Eintritt pro Auto fünf Dollar, pro Fußgänger/Radfahrer über 15 Jahre ein Dollar). Besucher erwartet ein abwechslungsreicher Pfad, der die Sicht auf einen bunten Querschnitt der gesamten Vogelpopulation Floridas freigibt. Zum entspannten Beobachten sind die Trolley-Fahrten durch den Park mit den Tarpon Bay Explorers besonders gut geeignet; die Tour dauert circa anderthalb Stunden, Erwachsene zahlen 13 Dollar, Kinder 8 Dollar. Mehr Informationen über das J. N. „Ding“ Darling National Wildlife Refuge finden Interessierte unter www.fws.gov/dingdarling.

 

Aktivere Urlauber können das J. N. „Ding“ Darling National Wildlife Refuge auch im Rahmen einer geführten Kajak-Tour erleben oder das weitläufige Inselparadies mit seiner Flora und Fauna, den mangrovenverhangenen Kanälen auch außerhalb des Naturschutzgebiets, beispielsweise auf dem Estero River, bei einer Kajak-Tour oder beim Stand-Up-Paddling entdecken, zum Beispiel mit Adventure Sea Kayak ab 40 Dollar pro Person.
Ein weiteres Highlight nachhaltiger Naturerlebnisse in der Region ist das fast 1.400 Hektar große Sumpfgebiet Six Mile Cypress Slough Preserve. Es beherbergt eine große Vielfalt an Pflanzen und Tieren, darunter auch einige vom Aussterben bedrohte Arten. Außerdem dient das Preserve als Korridor für Wildtiere, der ihnen Sicherheit auf ihren Wanderungen bietet. Über einen Steg, der durch das Gebiet führt, können Besucher unter sich die Wassertiere, wie Schildkröten, Otter und Alligatoren, und über dem Wasser verschiedenste Vogelarten, Eichhörnchen, Eidechsen, Schmetterlinge und viele andere Tiere beobachten. Ob auf eigene Faust oder auf geführten Touren können Besucher die Flora und Fauna des Sumpfs entdecken. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen unter www.sloughpreserve.org und www.leegov.com.

 

Tiervielfalt zum Staunen

Tierliebhaber kommen in der Region um Fort Myers nicht nur in den Naturschutzgebieten voll auf ihre Kosten. Eine besondere Attraktion sind die riesigen Seeschildkröten, die bis zu 100 golfballgroße Eier an  den Stränden der Region ablegen. Strand¬gänger werden auf die Nester aufmerksam gemacht und darum gebeten, die Regeln zu beachten, damit die frisch geschlüpften, winzigen Schildkröten sicher das Wasser erreichen. Ein weiterer Höhepunkt sind die Delfin-Touren. Die Tümmler sind am besten vom Boot aus zu beobachten, verschiedene Cruises bringen ihre Gäste an die bekanntesten Hot-Spots und bieten Sichtgarantie. Die gemütlichen Manatis lassen sich in den Wasserstraßen der Mangrovenwälder und des Great Calusa Blueways blicken. Obwohl die Dickhäuter äußerst friedlich sind, dürfen sie zu ihrem eigenen Schutz nicht berührt werden. Aber eine Begegnung aus nächster Nähe bleibt in jedem Fall unvergesslich. Weitere Informationen zur Tierwelt der Region unter www.fortmyers-sanibel.com/tiere-aller-art-bewohnen-die-region.

 

Muschelparadies statt Müllhalde

Andernorts bedeckt Plastikmüll die Strände, auf Sanibel sind sie nicht nur rein und weiß, sondern auch einzigartig: Große und kleine, flache und spiralförmige Muscheln in den Farben des schönsten Sonnenuntergangshimmels sind hier zu finden. Über 400 verschiedene Muschelarten werden Nacht für Nacht ans Ufer gespült und erfreuen alle Muschelsammler. Die im sogenannten „Sanibel Stoop“ gebückten menschlichen Gestalten betreiben hier vor allem am Morgen „Shelling“, das heißt, sie sind auf der Suche nach den schönsten Exemplaren. Allerdings wird auch hier der Naturschutz groß geschrieben: Bewohnte Muscheln müssen liegen bleiben, nur leere dürfen mitgenommen werden. Für alle Muschelliebhaber ist das Bailey-Matthews Muschelmuseum auf Sanibel Island ein Muss. Zu den Ausstellungsstücken gehören seltene und große Muscheln, nicht nur aus Südwest-Florida, sondern auch aus dem Rest der Welt. Es ist das Einzige seiner Art in der westlichen Hemisphäre und hat es auf die berühmte Liste der „1000 Places To See Before You Die“ geschafft. Weitere Informationen finden Muschelfreunde unter www.shellmuseum.org.