Südliche Weinstrasse

14.6.2017

Großartige Gegend – tolle Menschen: Gesichter der Südlichen Weinstraße


Landau/ Frankfurt, 14. Juni 2017. Mitten in Deutschland fühlt sich das Leben wie im Süden an: Hier scheint die Sonne nicht nur öfter als anderswo, am Rande des Mittelgebirges Pfälzerwald wachsen neben Wein auch Feigen, Kiwis, Esskastanien oder Mandelbäume. Der Frühling beginnt hier früher, der Herbst dauert länger - kurzum: Ein Klima, das dem Wein zugutekommt und die Menschen glücklich macht! So besonders wie ihr Rebensaft sind auch die Menschen der Südlichen Weinstraße...

 

„Gintastisch“ – Hochprozentiges vom Pfälzer Jungwinzer


Wacholderhof_GinGin gilt momentan als das Getränk der Stunde – in Spirituosenläden finden Liebhaber nicht nur Klassiker der hochprozentigen Wacholderbrände, sondern auch zunehmend Ginspezialitäten aus der Pfalz. Auf dem Ilbesheimer Wacholderhof mangelt es Timo Erlenwein nicht an Selbstbewusstsein, insofern ist er ein typischer Vertreter der jungen Pfälzer Winzergeneration, die nach oben strebt. Auf dem eigenen Weingut inmitten von Reben zwischen den Winzerdörfern Ilbesheim und Leinsweiler hat er seinen eigenen Dry Gin – den E13 – kreiert. Wie der Name verrät, verwendet der Juniorchef 13 Gin-Zutaten, auch „Botanicals“ genannt, darunter Wacholderbeeren, Koriandersamen, Zitronenschalen und Kiwiblüten von den weinguteigenen Kiwibäumen, die zu einer einzigartigen Komposition verschmelzen. Der Fantasie des Brenners sind dabei keine Grenzen gesetzt. www.weingut-erlenwein.de

 

„Gib mir Saures“ – Im Doktorenhof wird aus Essig ein Aperitif für Kenner


Doktorenhof, Georg Wiedemann

Der Doktorenhof in Venningen ist eine kleine Manufaktur der „säuerlichen Elixiere“.  Die Weinberge liegen in Dorfnähe – die Wiesen, Äcker und Weinreben werden mit natürlichen Arbeitsmethoden bewirtschaftet. Georg Wiedemann, der Essigdoktor, liebt seine Arbeit und berät Interessierte Gäste gerne, denn er hat eine besondere Passion: Im Weinessiggut Doktorenhof widmet man sich der „Sauren Kunst“ und produziert mit viel Hingabe und Fingerspitzengefühl feinsten Essig – über 50 verschiedene Sorten. In liebevoller Handarbeit wird hier das saure Gewürzmittel hergestellt und im warmen, dunklen Keller in riesigen Fässern gereift. Bei einem Besuch in der Essig-Stube gibt es allerlei Köstlichkeiten mit Essig zu probieren, zum Beispiel Essig-Kaffee, Essig-Pralinen oder Essig-Gebäck. Ganz Mutige wagen sich sogar in den Essig-Keller, wo die Schätze des Doktorenhofes bei Kerzenlicht reifen – und sich auch der eine oder andere Essiggeist herumtreiben soll. In seiner Gesellschaft kosten Gäste selbstgebackenes Essiggebäck, sinnlich-verführerische Essigpralinen und exquisites Essigbrot. Die Kellerführung mit Kräuterkammerrundgang und Essigdegustation im „Weinessiggut Doktorenhof“ beinhaltet Mystisches, Geschichten, Anekdoten, Wissenswertes, Herstellung, Wirkweise sowie Kulinarisches rund um den Essig. Ob in kleiner oder großer Gruppe, im privaten Bereich oder als Betriebsausflug – es ist spannend, unterhaltsam und etwas ganz Besonderes! www.doktorenhof.de

 

Mit Pferdestärke feinen Wein machen..


Weingut HeußlerDas Beste aus zwei gar nicht so verschiedenen Welten – Tradition und Moderne kreuzen sich in diesem Familienweingut beständig. Weine zu machen heißt für die Winzerfamilie Heußler in erster Linie, auf die Natur zu achten. Angefangen bei den Böden ihrer Lagen, die Kapital und Grundlage zugleich darstellen. Den Weinen soll man anschmecken, wo sie herkommen. Seit 1750 machen die Heußlers Wein, aber erst 1996 startete die Familie mit der eigenen Vermarktung von Flaschenweinen so richtig durch. Konsequenterweise gleich unter dem Namen des heutigen Kellermeisters Christian Heußler, Jahrgang 1977. Drei Generationen arbeiten noch heute Hand in Hand; uralte Erfahrungen werden weitergereicht und eingefügt in das heutige Knowhow des Weinmachens auf aktuellstem Stand des Wissens. Die Winzerfamilie bewirtschaftet ihre 14 Hektar Rebfläche natürlich auch mit maschinellem Gerät, ein Teil wird jedoch noch nach alter Sitte mit Pferden bestellt. Neue Um- und Anbauten im von der Familie seit 1840 bewohnten Betriebssitz in der Rhodter Mühlgasse erlauben es, moderne Weine in alten Gemäuern herzustellen. www.heussler-wein.de

 

Auf den Ochsen gekommen – Landschaftsgestaltung der besonderen Art


Hiery_Beweidungsprojekt

Inmitten des St. Martiner Tals treffen Wanderer auf nicht alltägliche Weggenossen: Eine kleine Herde aus fünf erwachsenen Heckrindern und fünf Jungtieren grast hier auf insgesamt 41 Hektar – alle im Dienste der Landschaftspflege. Als "lebende Rasenmäher" sollen die urigen Tiere ihre große Weide, die noch mit lichtem Kiefernwald bewachsen ist, in den nächsten Jahren landschaftlich umgestalten. Schritt für Schritt sorgen die vierbeinigen Gärtner so für die Entstehung einer abwechslungsreichen, halboffenen Landschaft mit verschiedenen attraktiven Lebensräumen und einer hohen Artenvielfalt. Das Besondere an den Tieren: Die Heckrinder ähneln den längst ausgestorbenen Auerochsen und sind eine Nachzüchtung der Gebrüder Heck (ehemalige Zoodirektoren in Wien und Berlin) aus den 1920er Jahren. Für ihre Robustheit bekannt, eignen sich die Wildrinder bestens für die ganzjährige Freilandhaltung und bieten sich optimal für ein Beweidungsprojekt an.


Auf Initiative von Peter Hiery ist dieses Herzensprojekt im Jahr 2011 entstanden, das als Beispiel für die nachhaltige Entwicklung im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen dient. Naturfreunde können gemeinsam mit Peter Hiery auf „Ochsentour“ gehen: entlang des rund fünf Kilometer langen Rundwanderwegs – dem Auerochsenweg – erwarten die Wanderer attraktive Aussichtspunkte und natürlich auch die seltenen Rinder. Ideal für eine kleine Pause unterwegs bieten sich die Grillhütte St. Martin und das Haus an den Fichten an. Die Teilnahme an den geführten Touren kann telefonisch bei Peter Hiery unter 0170-2404620 oder per E-Mail an peter@hiery.com gebucht werden. Weitere Informationen finden Interessierte im Flyer.

 

Isabelle Pfeffer – Jägerin aus Passion


Jägerin PfefferWährend früher das Jagen als „Altherrensport“ galt, nehmen heute immer mehr junge Männer und Frauen aus Leidenschaft und Überzeugung Freiwild aufs Korn. Dazu gehört auch Isabelle Pfeffer, und sie ist kein Einzelfall. In den letzten 20 Jahren ist die Anzahl der Waidmänner und -frauen um 20 Prozent gestiegen. Nicht nur liegt Jagen heutzutage im Trend, es ist eine Aktivität, die die jungen Leute in die Natur führt, bei der es auf Ruhe und Präzision ankommt und die im Kern dem Gleichgewicht des Waldes dient. Hinzu kommt die Lust am Fleisch. Isabelle Pfeffer isst gerne Fleisch und Doppelmoral ist nicht ihre Sache: „Jeder, der Fleisch isst, tötet. Es geht beim Jagen nicht darum, willkürlich Tiere zu schießen, sondern um die Vielfalt des Waldes“, sagt sie. Und mit Wild lässt sich auch abwechslungsreich kochen. Manchmal macht sie eine Bolognese, aber es gab auch schon Thai Curry. „Muss ja nicht immer klassisch sein“, so Isabelle Pfeffer.

 


Fliegenfischen in der Pfalz – oder die Kunst, eine Feder zu werfen...


Fliegenfischen

Mike Grosse-Brömer aus Bad Dürkheim ist ein echter Pfälzer Bub und fischt seit 35 Jahren. Seit nunmehr 15 Jahren nutzt er dazu fast ausschließlich die Fliege. Diese elegante Methode des Fischens hat ihn in den Bann gezogen, gelernt hat er diese feine Art der Fischwaid bei verschiedenen „Alten Hasen“, also absoluten Könnern des Fachs. Ob klassischer Stil nach Gebetsroither Art oder der moderne, schnellere amerikanische Stil – Mike entwickelt sich ständig weiter und hat die große Gabe, passionierte Angler für diese Art des Fischens zu begeistern und ihnen die dazu benötigten Grundlagen und Fähigkeiten beizubringen. Vom Schnupperkurs über Gruppenkurse und Firmenevents – er sorgt für den richtigen Einstieg. Achtung – Suchtgefahr! www.fliegenfischen-pfalz.com

 

Farbenprächtige Korallenvielfalt in Leinsweiler


KorallenzuchtDer bunten und vielfältigen Welt der Korallen hat sich Jürgen Wendel verschrieben: Mit insgesamt 30.000 Korallenablegern betreibt er mitten in der Südpfalz eine der größten Korallenzuchtanlagen Deutschlands. Jürgen Wendel setzt dabei fast ausschließlich auf die Nachzucht und verzichtet auf den Import der kostbaren Tiere. Dabei hat er sich auf die seltenen und transportempfindlichen Goniopora (Steinkoralle) spezialisiert. In den letzten 25 Jahren ist dabei nicht nur seine Leidenschaft für die Meerestiere gewachsen, auch die hauseigene Anlage hat sich vergrößert: Mittlerweile reihen sich unzählige Aquarien mit insgesamt mehr als 30.000 Litern Wasserinhalt aneinander. Neben Zootierhandlungen zählen auch die Sea Life Aquarien zu seinen Abnehmern. www.korallenzucht-wendel.de