Spiekeroog

8.7.2015

 

Spiekeroog hisst die Kunst-Flaggen:
Vergabe des dritten Kunststipendiums „Zeltplatz Residenz“


- Gewinner Max Santo schuf zeitgenössische Kunst mit Spiekeroog-Bezug - Zelt diente als Atelier - Ausstellung in der Kogge läuft noch bis 13. August 2015 –

 

Spiekeroog/ Frankfurt, 08. Juli 2015. Eine unabhängige Jury wählte den Bremer Künstler Max Santo unter 74 Teilnehmern als Sieger für die „Spiekerooger Zeltplatz Residenz“, das diesjährige Kunststipendium der Nordseebad Spiekeroog GmbH, aus. Der 31-Jährige überzeugte die Jury mit seinem Projekt „Ich sehe was, was du nicht siehst“. Konkret verarbeitete der Künstler vom Meer angeschwemmtes Plastik und stellte daraus Flaggen zusammen, die auf der Nordseeinsel gehisst wurden.

 

 

Santo nutzt seine Kunst als Instrument, um auf Probleme des alltäglichen Lebens aufmerksam zu machen: „Ich wollte mich auf Spiekeroog mit dem beschäftigen, was man auf den ersten Blick nicht sieht. Und das ist Plastik, welches seinen ursprünglichen Verwendungszweck verloren hat. Man kann noch so viel davon einsammeln, es wird ständig Neues angespült. Da es sich auch nur sehr langsam zersetzt, ist die Umwelt mit Plastik kontaminiert. Durch die Transformation des Mülls in Flaggen möchte ich dieses Problem sichtbar machen, denn Flaggen stehen normalerweise für Staaten oder Territorien. Die globale Plastikverschmutzung kennt jedoch keine Grenzen. Mit dieser Irritation arbeite ich und möchte zeigen, dass wir vielleicht die Oberhand bereits verloren haben.“

 

 

Das Kunststipendium „Zeltplatz Residenz“ umfasste die Unterbringung des Gewinners während seines einmonatigen Praktikums in einem Zelt auf dem Spiekerooger Zeltplatz. Dieser diente in den vergangenen Wochen auch als Atelier, wo Santo sein Projekt entwickelte und umsetzte. Am 23. Juni wurden zehn seiner Flaggen-Kunstwerke standesgemäß auf der Insel gehisst. An Flaggenmasten im Dorf, am Strand und auf dem Zeltplatz wehten die Kunstwerke im Wind. Im Haus des Gastes, auch Kogge genannt, können Besucher die Flaggen noch bis Mitte August bestaunen. Am Donnerstag, den 13. August findet zum Abschluss der Ausstellung eine Finissage statt, mit gleichzeitiger Präsentation einer Publikation zur Ausstellung.

 

 

Für Inselinformationen und Unterkunftsanfragen: www.spiekeroog.de. Presseinformationen und Fotos in hoher Auflösung stehen im neuen Pressbereich der Homepage zum Download bereit: www.spiekeroog.de/presse

 

Spiekeroog gehört zu den ostfriesischen Inseln im niedersächsischen Wattenmeer, hat eine Fläche von 18 Quadratkilometern und zählt ungefähr 800 Einwohner. Das staatlich anerkannte Nordseeheilbad verfügt über einen kilometerlangen feinen Sandstrand, kleine Wäldchen, eine reizvolle Dünenlandschaft und einen idyllischen Dorfkern. Auf der grünen Insel trübt nichts den unbeschwerten Naturgenuss, denn Spiekeroog ist autofrei.