Hessischer Heilbäderverband

15.12.2016

Mit Natürlichen Heilmitteln fit durch den Winter – Schätze der Natur in den Heilbädern und Kurorten in Hessen

 

Wiesbaden, 15. Dezember 2016. Schnupfen, Erkältung, Grippe: Kälte sowie sich schnell verbreitende Viren sorgen gerade jetzt in der Winterzeit vermehrt für Beschwerden und Krankheiten. Doch Prävention und schnelle Heilung sind möglich: Bäder, Bewegung, Heilkräutertees und Entspannung stärken das Immunsystem und helfen Krankheiten wirksam zu bekämpfen. Mit der Anwendung Natürlicher Heilmittel, wie Nasenspülungen mit Sole, einem Aufenthalt im Indoor-Gradierwerk oder Spaziergänge im sauerstoffreichen Heilklima, bieten die 31 Heilbäder und Kurorte in Hessen besonders gute Möglichkeiten, fit und gesund durch den Winter zu kommen.

 

Gesundheit zum Atmen in Lindenfels
Frische Luft tut gut und härtet speziell in der kalten Jahreszeit das Immunsystem ab. Auch wenn eine Erkältung bereits ausgebrochen ist, unterstützt ein hoher Sauerstoffgehalt den Körper beim Genesungsprozess. Besonders sauber und sauerstoffreich ist die Luft in den Heilklimatischen Kurorten in Hessen, die höchste Anforderungen an die Luftqualität erfüllen. Die therapeutische Wirkung des Heilklimas hängt von verschiedenen Faktoren, wie Reinheit, Erwärmung, Feuchtigkeit und Bewegung, aber auch Sonneneinstrahlung, ab. Der Heilklimatische Kurort Lindenfels im hessischen Odenwald verfügt über ein mildes Schonklima, das vor allem im Winter pollen- und reizstoffarm ist. Eine Wanderung im naheliegenden UNESCO-Geopark „Naturpark Bergstraße-Odenwald“, unter anderem auf dem durch Lindenfels führenden 120 Kilometer langen Nibelungensteig, stärkt den Kreislauf und wirkt vorbeugend. Wenn bereits eine Erkältungskrankheit ausgebrochen ist, sollte der Körper nicht mit langen Strecken belastet werden. Stattdessen empfiehlt sich ein leichter Spaziergang, beispielsweise durch die historische Altstadt von Lindenfels, um die Wirkung des Heilklimas zu nutzen. Wichtig ist es, sich hierbei warm einzupacken, um eine Verkühlung zu vermeiden, die eine Genesung verzögern könnte. Weitere Informationen unter: www.lindenfels.de

 

Schatz aus der Tiefe – Sole hilft bei Erkältung und Co.
Die Nase trieft, der Hals schmerzt und der Husten sitzt fest – wenn die Erkältung bereits ausgebrochen ist, kann das Natürliche Heilmittel Sole Abhilfe schaffen und bietet vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Das Heilwasser ist reich an Mineralstoffen und weist einen hohen Salzgehalt auf.

 

Im Vulkangebiet des Vogelsberges gelegen, ist Bad Salzhausen eines der ältesten Solebäder Deutschlands und verfügt über insgesamt sechs Quellen, die seit ihrer Analyse durch Justus von Liebig Anfang des 19. Jahrhunderts zur Behandlung verschiedener Krankheiten genutzt werden. Als staatlich anerkanntes Heilmittel hat das Wasser nachweisbare therapeutische Wirkung und ist schwach bis stark mineralisiert. Verdünnt mit warmem Wasser kommt es als Nasenspülung zum Einsatz und sorgt so für Linderung bei Schnupfen sowie Nasennebenhöhlenentzündungen. Halsschmerzen und Heiserkeit lassen sich mittels regelmäßigem Gurgeln mit verdünnter Sole sowie Halswickeln aus in Sole getränkten Tüchern bekämpfen. Die Wirkung von kalten Wadenwickeln bei hohem Fieber ist bekannt, in Sole getränkte Wickel verstärken den temperaturregulierenden Effekt noch zusätzlich. Das Heilwasser kann an den Trinkbrunnen der Quellen abgefüllt werden. Weitere Informationen unter: www.bad-salzhausen.de

 

Die Inhalation von Sole hilft bei Husten und akuten Atemwegserkrankungen, wie Bronchitis. In zahlreichen Kurpark-Anlagen in den Heilbädern und Kurorten finden sich Gradierwerke, die, wenn Sole über Schwarzdorn rieselt, für eine Meeresbrise mitten in Hessen sorgen. Doch auch im Winter, wenn Nässe und Kälte nach drinnen locken, kann die heilende Wirkung des Solenebels erfahren werden. Seit März 2016 bietet der Kurort Bad Orb ein Indoor-Gradierwerk: Die Kombination aus Miniatur-Gradierwerk und zusätzlicher Ultraschallvernebelung sorgt für ein tieferes Eindringen des Aerosols in die Atemwege und eine Anhebung des Sauerstoffniveaus, das das Immunsystem des Körpers stärkt. Die Inhalation wirkt entzündungshemmend, lässt die Schleimhäute abschwellen und der Hustenreiz wird so gelindert. Die begleitende Farblichttherapie entfaltet gemeinsam mit der leisen Entspannungsmusik eine stimulierende Wirkung. Das Indoor-Gradierwerk hat dienstags bis freitags von 10 bis 12 Uhr und von 15 bis 19 Uhr geöffnet. Samstags kann das Raum-Inhalatorium von 14 bis 18 Uhr und sonn- und feiertags von 11 bis 17 Uhr genutzt werden. Eine Sitzung dauert 45 Minuten und der Eintrittspreis beträgt für Erwachsene 8,50 Euro. Kinder von sieben bis 16 Jahren zahlen 6,50 Euro. Weitere Informationen unter: www.bad-orb.info

 

Auch als Vollbad sorgt Sole für schnellere Genesung von Erkältungskrankheiten – die Durchblutung wird gefördert, die Abwehrkräfte des Körpers gestärkt und das Nachschwitzen in der Ruhephase nach dem Bad tötet wärmeempfindliche Viren ab. Die Spessart Therme im Heilbad Bad Soden-Salmünster wird aus dem im Kurpark gelegenen artesischen König-Heinrich-Sprudel, von den Bewohnern des Heilbads liebevoll King Henry genannt, gespeist. Aus über 500 Metern Tiefe fließt die Sole, die sich durch eine außergewöhnlich hohe Sole-Konzentration sowie einen überdurchschnittlichen Eisengehalt auszeichnet, quellfrisch und thermalwarm in die Becken. Besonders das 35 Grad warme Sole-Intensiv-Becken mit zehn Prozent Sole eignet sich für ein gesundheitsförderndes Bad. Die ideale Länge für ein Bad beträgt 15 Minuten mit anschließend 15 Minuten Ruhephase, in der dem Körper viel Flüssigkeit zugeführt werden muss. Der Eintritt für das Thermalsole-Bad ist für Erwachsene ab 9,50 Euro und Kinder zwischen vier und 16 Jahren ab 4,50 Euro erhältlich. Weitere Informationen unter: www.spessart-therme.de

 

Besteht jedoch eine Grippeerkrankung sollte ein Vollbad vermieden werden, da es den geschwächten Körper zu sehr beansprucht. Dennoch müssen Grippeleidende nicht auf die wohltuende Wirkung der Sole verzichten: Das so genannte Salzhemd bietet eine heilsame Alternative. Hierbei wird ein T-Shirt in Sole getränkt, ausgewrungen und angezogen. In einen Frotteemantel eingepackt, sollten sich Betroffene an einem warmen Ort mindestens 30 Minuten ausruhen. Der entstehende Wärmestau hilft dem Körper beim Entgiften und senkt das Fieber.

 

Heilkraft der Natur – Apothekergarten in Wiesbaden
Ob als Tee oder in Medikamenten – Auch die Kraft der Pflanzen kann der Vorbeugung sowie Linderung und Heilung bei Erkältungen und Grippe dienen. So hilft bei Husten und Fieber beispielsweise Sommer-Linde. Sanddorn hingegen beugt Vitamin-C-Mangel und somit einem schwachen Immunsystem vor. Ätherisches Öl aus Eukalyptus hemmt die Verbreitung von Bakterien, wirkt schleimlösend und auf der Haut kühlend. Während Heilpflanzen in ihren unterschiedlichen Darreichungsformen ganzjährig in der Apotheke erhältlich sind, können sich Interessierte im kommenden Frühjahr in Wiesbaden auch wieder über Kräuter, Sträucher und Bäume in ihrer natürlichen Umgebung informieren. Bereits seit dreißig Jahren beheimatet das Heilbad einen Apothekergarten mit mehr als 250 Pflanzenarten, deren Wirkstoffe noch heute zur Herstellung von Arzneimitteln verwendet werden. Auf einer Fläche von 5.500 Quadratmetern erleben Besucher hier die Heilkraft der Natur. Die Beete des Apothekergartens sind nach medizinischen Anwendungsbereichen gruppiert und Hinweisschilder erläutern die Verwendung der einzelnen Pflanzenbestandteile sowie ihre Heilwirkung. Der Apothekergarten Wiesbaden ist alljährlich von Mai bis Oktober täglich von 8 bis 19 Uhr geöffnet. Zu zahlreichen Terminen finden zudem kostenlose Führungen, sowie einmal im Jahr auch das Apothekergartenfest statt. Weitere Informationen unter: www.wiesbaden.de und www.apothekergarten-wiesbaden.de

 

Starke Abwehrkräfte – Kneipp-Kur in Kassel-Bad Wilhelmshöhe
Wassertreten, Schneelaufen, Knieguss: Auch der ganzheitliche Ansatz nach Kneipp hält vielfältige Möglichkeiten parat, um fit durch den Winter zu kommen. Viele Thermen in den Heilbädern und Kurorten in Hessen bieten mit Fußbecken die Möglichkeit zu Wechselfußbädern, die wirksam bei beginnender Erkältung und Nasennebenhöhlen-Erkrankungen sind. Die Füße werden zunächst etwa fünf Minuten in 35 bis 38 Grad warmem Wasser gebadet und anschließend zehn Sekunden in ein Becken mit etwa 15 Grad kaltem Wasser getaucht. Das nordhessische Kassel-Bad Wilhelmshöhe ist staatlich anerkanntes Kneipp-Heilbad und verfügt über alle Voraussetzungen für das Natürliche Heilverfahren. Neben einem 3.500 Quadratmeter großen Blumen- und Heilpflanzengarten, stehen im malerischen Kurpark insgesamt drei Kneipp-Anlagen zwischen Mai und Oktober kostenfrei zur Verfügung. Aber auch im Winter kann die heilsame Wirkung des kalten Wassers im Wechsel mit einer anschließenden Wiedererwärmung durch Bewegung am eigenen Körper erfahren werden. Ein schneebedeckter Kurpark eignet sich beispielsweise für Schneetreten, bei dem ähnlich verfahren wird, wie bei dem klassischen Wassertreten. Wichtig ist, dass sich die Füße und Arme vor dem Eintauchen in den kalten Schnee warm anfühlen. In einem so genannten Storchengang wird das kalte Nass durchschritten, das heißt abwechselnd wird ein Bein aus dem Schnee gezogen und mit nach unten gestreckter Fußspitze wieder eingetaucht. Hierdurch wird der Kreislauf angeregt, das Immunsystem des Körpers gestärkt und beginnende Erklärungskrankheiten abgewehrt. Weitere Informationen unter www.kassel-marketing.de

 

 

Über die Heilbäder und Kurorte in Hessen
Der Hessische Heilbäderverband e.V. ist die Interessenvertretung der 31 Heilbäder und Kurorte in Hessen. Diese Kompetenz-Zentren für Vorsorge, Rehabilitation und medizinische Versorgung bieten vielfältige gesundheitstouristische Angebote. „Heilbad“ und „Kurort“ sind Prädikate, die eine hohe Qualität sowie eine wissenschaftlich fundierte medizinische Kompetenz in Verbindung mit Natürlichen Heilmitteln sicherstellen. Nachhaltigkeit und der Schutz beziehungsweise die Pflege der Umwelt sowie der Natürlichen Heilmittel sind daher eine wichtige Säule der Arbeit der Heilbäder und Kurorte. Als regionale Versorgungszentren mit ausgezeichneter Infrastruktur sichern sie die Grundversorgung an Gesundheitsangeboten in Hessen, die den Lebensraum der Bürgerinnen und Bürger positiv beeinflussen. Weitere Informationen sind unter www.hessische-heilbaeder.de erhältlich.