HessenAgentur

25.4.2014

Museum einmal anders: Die ungewöhnlichsten Sammlungen in Hessen
 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

Hessens Regionen bieten eine Vielfalt an wissenschaftlichen und künstlerischen Ausstellungen. Doch neben berühmten Museen wie dem Städel in Frankfurt oder der Galerie Alter Meister in Kassel bietet Hessen auch noch eine Vielzahl äußerst ungewöhnlicher Museen. Zum Internationalen Museumstag am 12. Mai stellt Hessen Tourismus Interessierten unter www.hessen-tourismus.de einen Überblick über einige der skurrilsten Sammlungen in Hessen vor.

 

 

++ Muuh: Upländer „Milchmuhseum“ in Willingen ++

Unter dem Motto „Anfassen, Mitmachen, Staunen“ erleben Besucher des Upländer „Milchmuhseums“ im nordhessischen Willingen alles rund um die Milch. Ein Rundgang durch die Räume der ehemaligen Usselner Molkerei zeigt neben ehemaligen Molkereigeräten historische Exponate aus dem Alltag der häuslichen Milchverarbeitung aber auch afrikanische Milchgefäße sowie vielerlei Kurioses. Kindergruppen erleben das Museum mit einer Milchrallye auf spielerische Weise. Die interaktiven Führungen für große und kleine Gäste dauern eine Stunde und kosten 2,50 Euro pro Person inklusive Butterherstellung.

 

 

++ Gießkannenmuseum in Gießen ++

In einer Stadt, in der der Name Programm ist, finden Besucher ein Museum für das am weitesten verbreitete Werkzeug der künstlichen Beregnung. Ob eine Kindergießkanne in Elefantenform oder das ausgebeulte Messingstück aus Omas Balkonzeiten: Mehr als 720 Exponate werden in der Galerie am Neustädter Tor in der mittelhessischen Universitätsstadt ausgestellt. Das Museum hat jeden Dienstag und Donnerstag von 15 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenfrei. Im Rahmen der Landesgartenschau, die noch bis zum 5. Oktober 2014 nach Gießen lockt, können Interessierte die Ausstellung mittwochs, donnerstags, freitags und samstags jeweils von 15 bis 19 Uhr besuchen.

 

 

++ Familien knobeln im Mathematikum in Gießen ++

Nicht nur für alle diejenigen, die sich für Zahlen begeistern, lohnt sich ein Ausflug ins Mathematikum nach Gießen. Das erste mathematische Mitmach-Museum der Welt öffnet mit seinen über 150 Exponaten jedem eine neue Tür zur Mathematik. Hier können Besucher jeden Alters experimentieren: Puzzles legen, Brücken bauen und Knobelspiele stehen auf dem Programm. Darüber hinaus können Groß und Klein den goldenen Schnitt an sich selbst entdecken, einem Kugelwettrennen zuschauen oder in einer Riesenseifenhaut stehen. Und sollte ein Besucher mal kurz vor dem Verzweifeln sein, haben die Mitarbeiter des Museums so manchen Tipp parat. Nach dem Museumsbesuch lockt Gießen beispielsweise mit aktiven Entdeckungstouren: Radfahren oder Kanuwandern sorgen bei Kindern und Erwachsenen für jede Menge Spaß.

 

 

++ Mitmachmuseum: Das Viseum in Wetzlar ++

In der mittelhessischen Stadt Wetzlar erfahren Familien im Mitmachmuseum „Viseum“ mehr über die Technologien von heute. Unter dem Motto „Sehen verstehen!“ demonstrieren die Exponate wie optische und optoelektronische Systeme die Leistungen des menschlichen Auges erweitern und wie die Eigenschaften des Lichts technisch genutzt werden können. Durch die interaktive Gestaltung haben hier auch Kinder Spaß am Lernen, Entdecken und Ausprobieren von Mikroskopen, Wärmebildkameras und Co.. Im Dunkelkaufhaus des Museums erleben Eltern und Kinder absolute Dunkelheit und schärfen dabei ihre Sinne: Riechen, Fühlen, Tasten und Schmecken.

 

 

++ Mythen, Sagen, Legenden: Deutsches Drachenmuseum in Lindenfels ++

Das Deutsche Drachenmuseum beschäftigt sich mit den historischen und kulturellen Hintergründen von Drachen und zeigt auf abwechslungsreiche Art und Weise die Entstehung und weltweite Verbreitung des Mythos. Das Museum ist in verschiedene Bereiche gegliedert und informiert Gäste über Drachen in Heldensagen, Heiligenlegenden und Märchen und viele weitere spannende Themen. Den kleinen Gästen wird das Thema mit einem Film in der Drachenhöhle spielerisch näher gebracht. Bei Interesse werden spezielle Touren angeboten.

 

 

++ Deutschlands ältestes Kindermuseum: Kinder-Akademie in Fulda ++

In Fulda können große und kleine Gäste Deutschlands ältestes eigenständiges Kindermuseum, die Kinder-Akademie Fulda, besuchen. Höhepunkt ist das in Europa einzigartige „Begehbare Herz“, das im Rahmen einer Führung besichtigt werden kann. Die Besucher wandern durch die verschiedenen Herzkammern und bekommen einen anschaulichen Einblick in dieses komplexe menschliche Organ. In der Akademie finden darüber hinaus Workshops für kleine Künstler, Erfinder und Entdecker statt. Die Kinder-Akademie ist montags bis freitags von zehn bis 17.30 Uhr geöffnet, an Sonntagen von 13 bis 17.30 Uhr. Der Eintritt kostet ab drei Euro.

 

 

++ Die Welt des Regenwurms: Bioversum Kranichstein bei Darmstadt ++

Per Knopfdruck unter die Erde blicken oder Tiere, Pflanzen und Höhlen entdecken – das können Gäste im Bioversum Kranichstein bei Darmstadt, denn hier dreht sich alles um das Thema Wald. Vom Mikroorganismus bis zum stehenden Totholz, von einer Reise in die Welt eines Regenwurms bis hin zum verwesenden Eichhörnchen lernen Besucher hier an verschiedenen Stationen den Lebenszyklus von Pflanzen und Tieren kennen. Die Ausstellung auf Schloss Kranichstein wird durch ein abwechslungsreiches Programm, wie beispielsweise den Familiensonntagen ergänzt. Darüber hinaus steht kleinen und großen Besuchern ein Besucherlabor zur Verfügung, in dem sie experimentieren können.

 

 

++ Zeitreise in die Vergangenheit: Freilichtmuseum Hessenpark ++

Im Freilichtmuseum Hessenpark erleben Besucher das ländliche und kleinstädtische Alltagsleben und die Festkultur Hessens vom 17. Jahrhundert bis in die 1980er-Jahre. Über 100 Originalgebäude bieten auf dem 65 Hektar großen Gelände spannende Einblicke in 400 Jahre ländliches und kleinstädtisches Leben in Hessen. Neben interessanten Dauerausstellungen und original eingerichteten Häusern gehören traditionelle Handwerksvorführungen und ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm zum diesjährigen 40. Jubiläum des Museums. Auf dem Programm stehen 40 Jubiläumsführungen, die noch bis November jeden Samstag um 15 Uhr stattfinden und die verschiedensten Themen des Museums beleuchten.

 

 

++ Sprache entdecken, Kommunikation erleben: „Wortreich“ Museum Bad Hersfeld ++

Im Mitmachmuseum „Wortreich“ in Bad Hersfeld entdecken Besucher Sprache und erleben Kommunikation. Dabei ist das Erlebnis-Museum bundesweit einmalig: An rund 90 Mitmach-Stationen kann nicht nur gehört und gesehen, sondern auch entdeckt und ausprobiert werden. Wortreich-Gäste können mit den Augen schreiben, mit Worten Basketball spielen, in die Rolle von Märchenhelden schlüpfen, ihre Kenntnisse in der Chat-Sprache testen oder ein virtuelles Graffiti sprühen. Das Museum hat montags bis freitags von neun bis 17 Uhr geöffnet, an Wochenenden und Feiertagen von elf bis 18 Uhr. Kinder bis fünf Jahre haben freien Eintritt, Jugendliche bezahlen 6,50 Euro und Erwachsene 9,50 Euro.

 

 

++ Von Tod und Gräbern: Museum für Sepulkralkultur in Kassel ++

Das Museum für Sepulkralkultur ist einzigartig in Deutschland und zeigt ein breites Spektrum an historischen und aktuellen Zeugnissen der Toten- und Trauerkultur: neben Totenhemden, Särgen, Kutschen, Trauertrachten und Grabsteinen gibt es auch zahlreiche bildliche Darstellungen, nicht zuletzt die zeitgenössische künstlerische Auseinandersetzung mit dem Tod. In einer Dauerausstellung können Besucher darüber hinaus historische und aktuelle Exponate zu den Themenbereichen „Tod und Bestattung“ sowie „Friedhof und Grabmal“ vom Mittelalter bis zur Gegenwart bestaunen. Das Museum hat dienstags bis sonntags von zehn bis 17 Uhr geöffnet, mittwochs von zehn bis 20 Uhr. Für Kinder unter sechs Jahren ist der Eintritt frei, Erwachsene zahlen sechs Euro.

 

 

++ Königin der Blumen: Rosenmuseum in Bad Nauheim ++

Das weltweit einzige Museum zur Kunst- und Kulturgeschichte der Rose finden Blumenliebhaber im Bad Nauheimer Stadtteil Steinfurth. Seit 1868 entwickelte sich das Dorf zu einem Zentrum der Rosenwelt. Die Besucher erfahren hier nicht nur wie Rosen angebaut werden, sondern auch warum die Rose Symbol von Weiblichkeit, Liebe, Schönheit, Vergänglichkeit und Verschwiegenheit ist. Das Rosenmuseum hat dienstags bis samstags von 14 bis 17 Uhr geöffnet, sonn- und feiertags von zehn bis 17 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt vier Euro, ermäßigt drei Euro. Kinder bis zwölf Jahre besuchen das Museum kostenfrei.

 

 

++ Struwwelpeter-Museum in Frankfurt ++

Mitten im Frankfurter Westend wird die Welt des Struwwelpeters und seines Autors lebendig. Die Ausstellung präsentiert mit Heinrich Hoffmann eine faszinierende Persönlichkeit des 19. Jahrhunderts, der durch den Struwwelpeter Weltruhm erlangte. Die erstaunliche Wirkungsgeschichte des 1845 erschienenen Klassikers der Kinderliteratur dokumentieren nicht nur seltene Originalausgaben, wie zum Beispiel eine Ausgabe mit der Variante einer extrem „langmähnigen“ Titelfigur von 1860. Exotische Übersetzungen von Afrikaans über Chinesisch bis Rätoromanisch zeugen von der weltweiten Verbreitung des Buches. Bis heute ist der Struwwelpeter in über 35 Sprachen übersetzt worden. Doch Struwwelpeter ist nicht bei allen beliebt: Die Kontroverse um eines der umstrittensten Kinderbücher der Welt wird in der Ausstellung ebenfalls aufgegriffen. Das Struwwelpeter-Museum ist dienstags bis sonntags von zehn bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet vier Euro pro Person. Kinder von sieben bis 13 Jahre zahlen einen Euro und für Kinder bis sechs Jahre ist der Eintritt kostenfrei.

 

 

++ Innerdeutsche Teilung und Wiedervereinigung: Grenzmuseum Schifflersgrund ++

Wo einst der Todesstreifen zwischen Bad Sooden-Allendorf im nordhessischen Werratal und dem thüringischen Dörfchen Asbach-Sickenberg die innerdeutsche Grenze markierte, mahnt heute das Grenzmuseum Schifflersgrund. Seit 1991 informiert das Museum über die Geschichte der innerdeutschen Teilung und Wiedervereinigung. Neben einem der ehemaligen Überwachungstürme sind auch ein 1,5 Kilometer langer Teil des Grenzzauns sowie Plattenwege und Relikte der Überwachungstechnik noch im Original erhalten. Ein Nachbau der Selbstschussanlage erinnert den Besucher an die tödliche Realität an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze. Das Grenzmuseum ist täglich von zehn bis 17 Uhr geöffnet. Kinder bis zehn Jahre haben freien Eintritt, Erwachsene zahlen vier Euro pro Person.

Anlässlich des 25. Jahrestages der Grenzöffnung finden am 8. November 2014 ein Konzert mit einer Band aus der ehemaligen DDR und am 9. November 2014 eine Erinnerungsveranstaltung statt.

 

 

++ Elfenbeinkunst aus aller Welt: Deutsches Elfenbeinmuseum Erbach++

Unkonventionell und spannend präsentiert das Deutsche Elfenbeinmuseum im südhessischen Erbach, als weltweit einziges Museum dieser Art, alles über Elfenbein – vom Werkstoff bis zum erlesenen Kunstwerk. Besucher können in der ständigen Ausstellung weit mehr als 2000 Exponate bewundern und sich über die 200 Jahre alte Tradition des Erbacher Elfenbeinschnitzens informieren. Gezeigt werden zum einen der Entstehungsprozess einer Elfenbeinfigur von der ersten Skizze bis zum fertigen Kunstwerk und zum anderen die verschiedenen Facetten der Elfenbein-Weltkunst. Darüber hinaus bringen die täglichen Schnitzvorführungen in der Museumswerkstatt große und kleine Besucher zum Staunen. Noch bis Oktober ist das Museum dienstags bis sonntags von zehn bis 17 Uhr geöffnet. In den Wintermonaten (November und Dezember) können Interessierte die Ausstellung dienstags bis freitags von 13 bis 17 Uhr besuchen, samstags und sonntags von 11.30 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet sechs Euro pro Person. Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt.

 

 

++ Musik liegt in der Luft: Siegfried´s Mechanisches Musikkabinett in Rüdesheim++

Von der kleinen Spieluhr bis zum tonnenschweren Orchestrion – das Siegfrieds Mechanisches Musikkabinett in Rüdesheim am Rhein lockt Besucher mit über 350 selbstspielenden Musikinstrumenten aus dem 18. bis 20. Jahrhundert. Werkzeuge und Maschinen zur Herstellung von Orgelwalzen, Kartonnoten, Notenrollen und Spieluhrenplatten gehören ebenfalls zur Ausstellung. Nach dem Rundgang im Musikkabinett lohnt sich auch ein Besuch im angegliederten Museums-Shop. Hier finden Interessierte neben modernen Spieluhren auch Nachbildungen von Automaten, Instrumenten, Spieldosen, Tabakdosen und Vogelkäfigen. Siegfried's Mechanisches Musikkabinett ist von März bis Dezember täglich von zehn bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 6,50 Euro pro Person, Kinder zahlen drei Euro. Die Besichtigung des Museums ist nur mit Führung möglich, da die Instrumente vorgespielt werden.

 

 

++ Spielzeug von der Antike bis zur Barbie: Das Hessische Puppenmuseum ++

Im Hessischen Puppenmuseum in Hanau-Wilhelmsbad können Groß und Klein die unterschiedlichsten Puppen und Puppenstuben bestaunen. So ist die Nordseite des Museums der Puppengeschichte von der Antike bis zur Moderne gewidmet und lädt zu einer Reise durch zirka 2400 Jahre Kulturgeschichte ein. Die Südseite bietet Themenschwerpunkte wie Puppengeschirr, Käthe Kruse, Japans Puppenwelt und aktuelle Puppenhausminiaturen. Darüber hinaus locken wechselnde Sonderausstellungen, ein lebendiges Veranstaltungsprogramm und der jährlich stattfindende Puppen- und Bärenmarkt ins Museum. Für Kinder steht außerdem in jedem Raum Spielzeug bereit. Das Hessische Puppenmuseum ist dienstags bis freitags von zehn bis 12 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr geöffnet. An Samstagen und Sonntagen können Puppenliebhaber die Ausstellung von zehn bis 17 Uhr besuchen. Der Eintritt kostet 3,50 Euro pro Person. Kinder von zwei bis 15 Jahre zahlen einen Euro.

 

Weitere Informationen zu den ungewöhnlichsten Museen in Hessen finden Sie unter www.hessen-tourismus.de/kultur-genuss/museum-einmal-anders-die-ungewoehnlichsten-sammlungen-in-hessen.

 

 

Über Tourismus in Hessen:

Im Zentrum Deutschlands gelegen bieten die hessischen Regionen und Städte attraktive Urlaubs- und Freizeitmöglichkeiten für Wanderer, Radfahrer, Kultur- und Naturliebhaber, Erholungssuchende und Familien. Fachwerkidylle und Großstadtflair, über 3.300 Kilometer Hessische Radfernwege, unzählige Kulturveranstaltungen, 30 Kur- und Heilbäder, über 2.400 Kilometer qualitätsgeprüfte Wanderwege, eine große Auswahl von UNESCO Welterbestätten, Burgen, Schlösser und Museen in Hülle und Fülle – Hessen ist ein Land der Kontraste. Mehr Informationen unter: www.hessen-tourismus.de.

Die HA Hessen Agentur GmbH führt die Maßnahmen zum Tourismus- und Kongressmarketing im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung durch.

 

 

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