HessenAgentur

23.1.2015

In Hessen sind die Narren los: Springerzug, Strohbären und Wurstgabelmann

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

die fünfte Jahreszeit nähert sich ihrem Höhepunkt: Noch bis zum 18. Februar 2015 zieht das närrische Treiben in Hessen Jung und Alt wieder in den Bann. Ob bei Umzügen oder Fastnachtssitzungen – bis Aschermittwoch sorgen Büttenreden für Lacher, werden Kamelle geworfen und Funkenmariechen bestaunt. Der Reiz der hessischen Fastnacht liegt in den lokalen Besonderheiten, die die kulturelle Vielfalt des Landes widerspiegeln. Dabei sind auch zwei traditionelle Veranstaltungen, die am Aschermittwoch stattfinden, wenn andernorts schon alles vorbei ist. Unter www.hessen-tourismus.de erhalten Interessierte einen Überblick über die schönsten närrischen Traditionen in den hessischen Regionen, deren Besuch gut in einen Kurzurlaub eingebunden werden kann.

 

++ Fulda: Hochburg des Frohsinns ++
Bei der „Fulder Foaset“ in der osthessischen Stadt Fulda kommen alle Fasching-Fans auf ihre Kosten. Nach dem traditionellen Abfeuern der elf Böller aus der Konfettikanone schlängelt sich der lustige Lindwurm, Hessens größter Rosenmontagsumzug, bestehend aus vielen Musikgruppen und bunten Wagen, durch die Straßen der Innenstadt und es heißt: „Föllsch Foll hinein!“. Da fliegen Blumen und Bonbons, (Hand-)Küsschen werden großzügig verteilt. Fröhliche Klänge laden zum Schunkeln und Mitsingen ein. Für alle, die die „Fulder Foaset“ miterleben möchten, hält das Fuldaer Tourismus- und Kongressmanagement in der fünften Jahreszeit das attraktive Angebot „Fasching in Fulda“ bereit: Das Pauschalarrangement beinhaltet zwei Übernachtungen mit Frühstücksbuffet, ein Abendessen am Anreisetag, ein regionales Menü am zweiten Abend und eine einstündige Stadtführung. Die Fasching-Pauschale kostet 119 Euro pro Person im Doppelzimmer, 139 Euro im Einzelzimmer. Das Arrangement kann in der Zeit vom 13. bis zum 17. Februar 2015 je nach Verfügbarkeit im Hotel Esperanto, im Holiday Inn, im Maritim Hotel am Schlossgarten, im Altstadthotel Arte und im Hotel Zum Ritter gebucht werden.

 

++ Traditioneller Springerzug in Herbstein ++
Einer der ungewöhnlichsten Rosenmontagszüge Hessens wartet in Herbstein auf seine Besucher: In dem osthessischen Ort feiert man die „Foaselt“ – eine rheinische Fastnacht mit alpinem Kern. Beim traditionellen Springerzug tanzen die Springer, die vom „Bajazz“ angeführt werden, in bestimmter Schrittfolge durch die Straßen. Die zwölf Männer – die eine Hälfte in Lederhosen steckend, die andere im Dirndl als Frau verkleidet – marschieren dem Umzug voraus und bestimmen mit ihren Sprüngen das Tempo. Ihre Tracht mit ihren alpenländischen Anklängen soll auf Tiroler Arbeiter zurückgehen, die sich 1672 zur Ausbesserung der Stadtmauer in Herbstein aufhielten. Der Springerzug zählt zu den ausgefallensten Fastnachtsbräuchen Deutschlands und ist weit über die hessischen Grenzen bekannt – so traten die Springer sogar schon bei der New Yorker Steubenparade auf.


++ Frankfurt: Hessens größter Fastnachtsumzug ++
Am Fastnachtssonntag startet in Frankfurt um 13.11 Uhr Hessens größter Fastnachtsumzug. Rund 3.200 Teilnehmer und 225 Zugnummern, darunter 40 Motiv- und 50 Komiteewagen sowie 25 Kapellen und fast 50 Garden, ziehen vom Mainufer durch die Innenstadt. Auf dem Weg zum Römer sammelten sich in den vergangenen Jahren knapp 400.000 Menschen, um den Weg der Narrenschar zu beobachten. Wem das noch nicht reicht, kann sich am Faschingsdienstag auch im Frankfurter Stadtteil Heddernheim in das närrische Getümmel stürzen. Der Zug startet traditionell um 15.11 Uhr und schlängelt sich durch die engen Gassen von „Klaa Paris“ – wie Heddernheim genannt wird.


++ Naumburg feiert Karneval ++
Im nordhessischen Naumburg ist die fünfte Jahreszeit bereits in vollem Gange. Als Höhepunkt der Session gilt jedoch der weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Rosenmontagsumzug, der jedes Jahr mehr als 10.000 Zuschauer in das historische Städtchen an der „kleinen“ Elbe lockt. Eingeläutet wird das Karnevalsspektakel mit den beiden Fremdensitzungen am 17. und 31. Januar, bei dem zuerst der neue Prinz Karneval und dann seine Prinzessin inthronisiert werden. Der Kinderkarneval am 1. Februar, gestaltet vom närrischen Nachwuchs, erfreut das große und kleine Publikum. Über die Sitzungen im Naumburger Haus des Gastes hinaus, finden auch in diesem Jahr der Oldieabend, der Altweiberball, der Rosenmontagsball und der Endspurtball am Karnevalsdienstag wieder in der „alten Stadthalle“ im Burghain statt. Dort erwartet die Gäste eine einmalige Atmosphäre und beste Stimmung.

 

++ Wiesbaden: Die närrische Hochburg unter den Nicht-Hochburgen ++
In der hessischen Landeshauptstadt wird seit 1859 offiziell die fünfte Jahreszeit gefeiert. In diesem Jahr sind die Narren vom 12. bis zum 18. Februar 2015 in Wiesbaden unterwegs. Los geht es am Donnerstag mit der traditionellen Altweiberfastnacht in der Altstadt. Zahlreiche Närrinnen und Narren bevölkern die Innenstadt, um den Beginn der Wiesbadener Fastnacht ausgiebig zu feiern. Das diesjährige Motto lautet „Die närrische Hochburg unter den Nicht-Hochburgen“. Am Fastnachtsonntag wartet dann der über die Grenzen der Stadt hinaus bekannte Wiesbadener Fastnachtsumzug. Los geht es in guter Tradition um 13.11 Uhr am Elsässer Platz. Von dort bahnt sich der Umzug seinen Weg durch die Innenstadt vorbei am Rathaus und an tausenden von Närrinnen und Narren am Straßenrand, knapp 300.000 Fastnachter werden dann wieder auf den Beinen sein. Wenn der Zug seine Fahrt beendet, wird in Wiesbaden noch lange weitergefeiert: In den Bars und Kneipen der Stadt herrscht bis in die frühen Morgenstunden eine ausgelassene Fastnachtsstimmung.

 

++ Buchfinken-Umzug in Usingen ++
Bis zu 50 Wagen und Fußgruppen gehören zum Buchfinken-Umzug durch die Usinger Innenstadt. Er beginnt am Samstag, 14. Februar, um 11.11 Uhr im Schlagweg und in der Hattsteiner Allee. Nach dem Fastnachtzug steigt eine Party in der Usinger Stadthalle. Natürlich wird es im Rahmen des Buchfinken-Umzugs auch wieder einen Rathaussturm geben – er ist ebenfalls für 11.11 Uhr geplant.
++ Alle Wille in Fritzlar ++
Fritzlar ist eine Fastnachtshochburg in der GrimmHeimat NordHessen – und der Rosenmontagszug ist der Höhepunkt der Kampagne: Etwa 30.000 Zuschauer jubeln dem Umzug mit dem Fastnachtsruf „Alle Wille“ zu. Beim Rosenmontagsumzug ziehen am 16. Februar ab 14 Uhr rund 70 Fußgruppen und Motivwagen durch die Straßen. Anschließend feiern die Narren in der Stadthalle weiter, dort werden auch die besten Zugteilnehmer prämiert. An Faschingsdienstag übernehmen die kleinen Narren das Zepter. Begleitet vom Kinderprinzenpaar zieht der Umzug des Kinderkarnevals ab 14 Uhr durch Fritzlar.

 

++ Kelze feiert am Aschermittwoch ++
Wer nach diesen närrischen Tagen noch nicht genug hat, kann am Aschermittwoch, an dem traditionell alles vorbei ist, noch ins nordhessische Kelze bei Hofgeismar reisen. Während in anderen Gemeinden Katerstimmung herrscht, legen die Kelzer erst richtig los. Verkleidete Narren ziehen in Fußgruppen oder mit Festwagen durch die Straßen. Allen voran: Der Tanzebär mit seinem Bärenführer. Ebenfalls mit dabei sind der Kiepernkerl, der in seiner alten Kiepe die Eier trägt, die von Dorfbewohnern gespendet werden, sowie der Wurstgabelmann, der eine mit gespendeten Würsten behängte Wurstgabel dabei hat. Nach dem Umzug wird aus den gespendeten Gaben ein deftiger Schmaus zubereitet und an die Narren verteilt. Am Abend findet der traditionelle Karnevalstanz statt. Wie der Kelzer Aschermittwoch entstand, ist nicht ganz geklärt. Da Kelze im 17. Jahrhundert von französischen Glaubensflüchtlingen, den Hugenotten, gegründet wurde, könnte der Brauch ursprünglich ein Protest gegen die katholische Kirche gewesen sein, in der am Aschermittwoch die Fastenzeit beginnt.

 

++ In Heldra tanzen die Strohbären ++
Auch im kleinen Fachwerkdorf Heldra im Werra-Meißner-Kreis ist an Aschermittwoch noch der Bär los – und das buchstäblich: Denn dann ziehen Strohbären durch die Gassen und treiben, begleitet von Katzenmusik, den Winter aus. Für den Strohbärentag lassen sich junge Männer von erfahrenen „Wicklern“ mit Stroh umwickeln – bis zu fünf Meter groß können die Strohbären werden. Begleitet wird der Tross von flinken Burschen, die wenig achtsamen Zuschauern mit Ruß das Gesicht schwärzen. Abends gibt es einen Bärenschmaus aus Eiern, Wurst und Speck. Die Naturalien hierfür werden tagsüber im Dorf eingesammelt. Der Strohbärentag in Heldra hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend zu einem Besuchermagnet entwickelt.


Weitere Informationen zu den Fastnachtsumzügen in Hessen finden Interessierte unter http://www.hessen-tourismus.de/kultur-genuss/in-hessen-sind-die-narren-los-springerzug-strohbaeren-und-wurstgabelmann

 

Über Tourismus in Hessen:
Im Zentrum Deutschlands gelegen bieten die hessischen Regionen und Städte attraktive Urlaubs- und Freizeitmöglichkeiten für Wanderer, Radfahrer, Kultur- und Naturliebhaber, Erholungssuchende und Familien. Fachwerkidylle und Großstadtflair, über 3.300 Kilometer Hessische Radfernwege, unzählige Kulturveranstaltungen, 30 Kur- und Heilbäder, über 2.400 Kilometer qualitätsgeprüfte Wanderwege, eine große Auswahl von UNESCO Welterbestätten, Burgen, Schlösser und Museen in Hülle und Fülle – Hessen ist ein Land der Kontraste. Mehr Informationen unter: www.hessen-tourismus.de.

 

Die HA Hessen Agentur GmbH führt die Maßnahmen zum Tourismus- und Kongressmarketing im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung durch. Die Maßnahmen werden kofinanziert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung „Investition in Ihre Zukunft“ der Europäischen Union.